Barfuß laufen- Ein Fest für die Füße

Barfuß

von Ines Fasch

Mein Vortag findet am 19.03.2021 um 19.00 Uhr - Online statt.
Sei dabei und bleibe gespannt auf deine Füße!

 

Barfuß- ein Fest für die Füße!

Machen Sie sich auf den Weg und sein in dieser Zeit "Gut zum Fuß", um dann "gut zu Fuß" zu werden.

 

Wann kann es wertvoll sein meinen Workshop zu besuchen?

Wenn Sie bemerken, dass…

  • Sie mehr Erdung benötigen.

  • Sie den Kontakt zu einem sicheren und stabilen Stand verloren haben.

  • Sie mehr Aufmerksamkeit für ihre Füße aufwenden wollen.

  • sich ihre unterschiedlich Ablaufen und sie deshalb oft neues Schuhwerk benötigen.

 

Wenn sie glauben, dass…

  • eine Blasenentzündung von kalten Füßen kommt.

  • dicke Socken oder Schuhe kalte Füße verhindern.

  • Schuhe ein Flussbett brauchen.

  • Sie ihre Füße keinem mehr Zeigen/ zu Muten können.

  • Fußpilz vom Barfußlaufen kommt.

  • es für Kinder wichtig ist, dass sie Schuhe tragen.

 

Wenn sie den Hinweis bekommen, dass…

  • sie selbst mehr für ihre Füße tun können.

  • Barfußlaufen eine gute Unterstützung für ihr gesamtes Körpersystem sein kann.

  • Schuhe und Socken die Füße oft einengen und verformen können.

  • Ihre Füße die Basis ihres Körpers sind.

  • Sie eine stärkere Fußmuskulatur brauchen um sich selbst besser zu stützen.

Unsere Füße sind ein Meisterwerk der Natur!

Seitdem die Menschen sich zum Homo sapiens aufgerichtet haben, haben die Füße begonnen, sich in den vergangenen vier Millionen Jahren weiterzuentwickeln. Dabei haben sich die Füße im Verlauf der letzten Jahrtausende ihrer Aufgaben entsprechend spezialisiert.

Unser gesamtes Gewicht wird von zwei kleinen Körperteilen getragen und gehalten, die dem gesamten System nur eine minimale Auflagefläche bieten. Die Art, in der die Füße, die Muskulatur und die Gelenke, zusammenarbeiten, zeigt die geniale Konstruktionsweise der Natur. Die Füße sind kraftvoll und leicht, standfest und flexibel, anpassungsfähig und beweglich und dies zur gleichen Zeit. Sie tragen uns durch jede Lebenslage. Großen Belastungen halten sie stand und gleichzeitig können sie sehr feine, geschickt und präzise Bewegungen bewegen.

Die Füße stellen unsere statische und energetische Basis dar. Genauer betrachtet, ist es eine Genialität der Natur, das wir uns überhaupt fortbewegen können. Denn der Menschen ist das Säugetier, das sich auf der im Verhältnis zu seinen Proportionen, dem höchsten Schwerpunkt, dem größten Gehirn und der kleinsten Auflagefläche ausbalancieren und gleichzeitig fortbewegen kann! Auf der anderen Seite sind wir auch das instabilste Lebewesen, denn die Grundstandfläche des Fußes kann als Dreieck dargestellt werden.

Ab dem Zeitpunkt des Hochziehens oder „Auf die eigenen Füße kommen“ stellen die Füße die Basis des Körpers dar. Wir richten uns auf und der Fuß gibt uns unseren Stand(punkt).

Die Füße bieten wertvolle Potenziale. Es geht um Fortbewegung und Standfestigkeit, um Form, Halt und Struktur, um Anpassung und Aufrichtung und Sinneserfahrung. Sie helfen uns, in unsere Haltung und Aufrichtung zu kommen, und verleihen uns unsere Beweglichkeit! Wer sich gut um seine Füße kümmert, kann einen wichtigen Teil zur Verbesserung der eigenen Körperstatik beitragen.

Die Füße haben bereits bei unserer Geburt eine besondere Rolle. Sie unterstützen das Baby dabei, sich durch den engen Geburtskanal „zu zwängen“. Durch das Üben und Vorbereiten während der Schwangerschaft nutzt das Kind bereits die Reflexe und trainiert diese durch die Bewegung im Mutterleib. Jedes Kind ist bereits bei der Geburt mit einem komplexen und aktiven Gehirn ausgestattet. Dieses hat sich im Lauf der Schwangerschaft individuell an die Körperproportionen des Babys angepasst. Im Wechselspiel haben sich Gehirn, Muskeln, Knochen, Gewebe, Sinne, Reflexe etc. ausgeformt und aufeinander abgestimmt. Dadurch bekommt das Baby die Gelegenheit, die Bewegungen des eigenen Körpers zu steuern und beim Geburtsprozess zu unterstützen.

Babys erleben grundlegende motorische Fähigkeiten, die immer mit einer Kontaktfläche einhergehen. Kontaktflächen können zum Beispiel die Begrenzung der Gebärmutter, der Arm von Mitmenschen, das Bett, das Tragetuch und im Lauf der Zeit auch der Fußboden, der Rasen etc. sein. Nach dem Getragen werden, dem Robben, dem Krabbeln und dem daraus resultierenden Stand können die Kinder beginnen, sich zu verwurzeln. Sie stehen mit beiden Füßen auf dem Boden und nehmen Kontakt mit der Erde auf. Anschließend kommt das Fortschreiten, und der Fortschritt kann sich einstellen. Während dieser gesamten Entwicklung hat das Kind mit dem eigenen Körper ebenfalls Kontakt mit den Flächen, die ihm geboten werden, aufgenommen. Wenn sich nun die Kontaktfläche verändert, verändert sich die Haltung im gleichen Maße.

Wenn wir nun unseren Kontakt zu den Füßen und zum Boden verändern, kann eine andere Haltung eingenommen werden. Die neuwertige Haltung kann sowohl innerlich als auch äußerlich entstehen und gelebt werden!

Anatomie
Jeder Fuß besteht aus den Fußwurzelknochen (inklusive Fersenknochen), dem Mittelfuß und aus den fünf freien Zehen. Im Mittelfuß sind fünf Knochen vorhanden, die Ballen des Fußes gehören gleichfalls zum Mittelfuß. Spannend ist, dass dein Fuß etwa so lang ist wie dein Unterarm.

In jedem Fuß befinden sich 26 Knochen und 33 Gelenke, die von 100 Bändern zusammengehalten werden. 20 Muskeln und die dazugehörigen Sehnen sorgen für deinen Stand und für angemessene Bewegung. Bei den Fußmuskeln wird unterschieden zwischen der Muskulatur des Fußrückens, der Fußsohle sowie des Großzehen- und Kleinzehenballens. Die über Gelenke miteinander in Verbindung stehenden Knochen des Fußes werden auch über die Unterschenkelmuskulatur bewegt. Die Last des Körpers wird von den Großzehenballen, den Kleinzehenballen und den Fersen getragen.

Wir muten unseren Füßen einiges zu
Die meisten Menschen sehen Füße als Vehikel an, die selbstverständlich stets gut zu funktionieren haben. Vielen ist es außerdem wichtig, schicke Schuhe zu tragen, die aber oftmals unbequem und zu eng sind. Stundenlanges Sitzen oder Stehen und zu schweres Tragen ist sehr belastend für deine Füße. Außerdem mögen es Füße nicht, wenn du übermäßig lang auf harten Böden läuft.

Die Füße werden es dir überdies übelnehmen, wenn du sie vor dem Sport nur geringfügig aufwärmst. Kein Wunder also, dass so mancher Fuß bei solch einer Behandlung zu schmerzen beginnt und dass das Gehen oder Laufen als anstrengend, ja, manchmal sogar als unerträglich empfunden wird.

Füße, Beine, Beckenboden
Die Füße bilden den Anfang vieler Muskelkette. Stehen die Füße schief, so folgt daraus zwangsläufig eine Fehlbelastung der Knie, der Hüftgelenke und des Beckenbodens. Bei Beckenbodenproblemen sollte man daher immer auch an die Füße denken. Diese sind sehr oft Ausgangspunkt für ein Ungleichgewicht der Beinmuskulatur, die wiederum unsere Körperhaltung und Aufrichtung bestimmt und somit großen Einfluss auf das Becken nimmt.

Füße und Ayurveda
In unseren Händen und Füßen enden viele tausend Nadis (Kanäle, durch die unsere physische und subtile Lebensenergie fließt). Aus diesem Grunde richten ayurvedische Ärzte/innen ihr Augenmerk ganz besonders auf die Füße. Sind die Füße kalt, so deutet das auf eine Vatastörung hin, ein Brennen der Füße lässt auf zu viel Pita schließen und Fußödeme sind ein Hinweis auf eine Kaphastörung. Erklärung der Eigenschaften von Vata, Pitta, Kapha.
Um den Tag loszulassen, sich zu erden und für einen gesunden Schlaf rät Ayurveda, die Füße abends warm zu baden, gut abzutrocknen und zu massieren. Hierfür kannst Du zwei Esslöffel Ghee (wirkt kühlend) oder zwei Esslöffel Öl erwärmen. Eine schöne Anleitung für eine Fußmassage von der Ayurveda Therapeutin Doris Bachmann findest du hier: Fußmassage für Gesundheit und Wohlbefinden


Fußyoga
Eine Praktik des Bhakti Yoga ist die Verehrung der Füße. Diese Art der Ausübung wird Padsevanana genannt (der Dienst am Fuß). Padasevanana kann auf vielerlei Weisen praktiziert werden. Du kannst deine Füße waschen oder die Füße deines Gegenübers. Im weiteren Sinn bedeutet Padasevana, dass die Welt wie die Füße Gottes ist. Indem man seine Aufgaben in der Welt erledigt, dient man den Füßen des höchsten Seins. Auf jeder Fußsohle bilden sich die Hauptchakren ab und eine Fußbehandlung kann diese harmonisieren. Das Wurzelchakra befindet sich am unteren Teil der Ferse, das Herzchakra im Ballenbereich, das Kronenchakra im oberen Teil der Zehen. Die Füße stehen mit dem ersten Chakra (Wurzelchakra) in Verbindung.

"Für ein authentisches Sein verbinde deine Füße mit der Erde und deinen Kopf mit dem Himmel." ~Yogi Bhajan

Tipps:
Fußreflexzonenmassage
Barfuß gehen
Barfuß Yoga üben
Ruhepausen für müde Füße
Falls möglich, mehrmals täglich die Füße kurz hoch legen
Gesunde Füße gehören einmal am Tag auf den Rasen, ohne Schuhe!, um ihre Schlackstoffe abzugeben. Denn die Füße werden auch die 3. Niere genannt.