Atem

Pranayama und die Heilkräfte des Atems

von Ines Fasch

Pranayama und die Heilkräfte des Atems

Prana bedeutet übersetzt Lebenskraft bzw. Lebensenergie. Prana ist die Kraft, die den Körper am Leben hält. Wenn im Körper viel Prana in harmonischer Ausgeglichenheit zirkuliert, dann ist die Lebenskraft stark, wenig Prana im Körper wirkt dementsprechend schwächend. Ein Hauptträger von Prana ist der Atem und Yogi Bhajan hat einmal gesagt:
Der Atem ist das beste Vitamin.

Ayama bedeutet ausdehnen oder hinausziehen. Pranayama besagt somit, dass durch die Ausdehnung des Atems die Lebensenergie erweitert wird. Oftmals wird Pranayama auch mit ‚Atemkontrolle’ gleichgesetzt.

 

Atemtechniken die ich beim Yoga nutze:

Langer, tiefer Atem
Diese Atemweise beruhigt die Gedanken und wirkt harmonisierend auf Körper, Geist und Seele. Sie regt die Drüsen an, stärkt die Selbstheilungskräfte, das Gehirn und das Nervensystem.
Der lange, tiefe Atem kann für Asanas sowie für Meditationen angewendet werden.
Haltung: Gerade Wirbelsäule.
Atmung: Konzentriere dich auf die Ein- und die Ausatmung. Während der Einatmung weitet sich dein Bauch, die entspannten Bauchmuskeln wölben sich nach vorne und zu den Seiten aus. Nun weitet sich der Brustkorb, die Rippen dehnen sich. Am Ende der Einatmung dehnen sich die Lungenspitzen.
Ausatmung – stelle dir folgende Reihenfolge vor: Lasse zuerst die Luft aus den Lungenspitzen entweichen, dann aus dem Brustkorb, am Ende ziehst du den Bauch-Nabel nach innen. Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit bei jedem Atemzug.

Wechselatmung – Nadi Shodhana („Nadi-Reinigung“)
Durch diese einfache Technik, eines der Nasenlöcher zu öffnen oder zu schließen, hast Du ein großes Spektrum an Techniken zur Verfügung um Deine Stimmung und Energie zu steuern.
Die Eigenschaften des Pranas, das durch die beiden Nasenlöcher verarbeitet wird, unterscheiden sich voneinander und korrespondieren mit den Eigenschaften, die mit der linken beziehungsweise rechten Hälfte des Gehirns in Verbindung gebracht werden. Die Nerven des Gehirns kreuzen sich auf Höhe der Augenbrauen. Die linke Hemisphäre des Gehirns ist mit der rechten Seite des Körpers und dadurch mit dem rechten Nasenloch verbunden; die rechte Hemisphäre ist mit der linken Seite des Körpers und dem linken Nasenloch vereinigt.

Du atmen durch eines der Nasenlöcher stärker als durch das andere. Alle 90 bis 150 Minuten ändert sich die Dominanz eines der Nasenlöcher zugunsten des anderen. Die Länge der Zyklen wird durch das individuelle Temperament und dem persönlichen Zustand bestimmt.
Du kannst entweder nur durch das rechte oder linke Nasenloch ein- und ausatmen, um die Eigenschaften der Nasenlöcher zu nutzen.
Zum Beispiel kannst Du durch das linke Nasenloch atmen, um das innere Feuer zu beruhigen und Heißhungerattacken zu dämpfen.

Linkes Nasenloch:
Ida (die Kühlende)
Mondenergie
Ruhe
Empathie
Sensibilität
Vereinigung
Kühle

Rechtes Nasenloch:
Pingala
Sonnenenergie
Wärme
Elan
Wachheit
Willenskraft
Konzentration
Aktionsbereitschaft

Durch das rechte Nasenloch kannst Du atmen, um aktiver zu werden.

 

Viel Freude beim Entdecken, Ines!