Die Grüne Woche

von Ines Fasch

Die Idee hinter der Grünen Woche

Die Grüne Woche ist eine Reinigungskurs. Sie wird als eine „vegane Mono Diät“ durchgeführt. Somit darfst Du in dieser Zeit alles essen, was GRÜN ist. Die Menge der Mahlzeiten ist von deinem Appetit anhängig, Du kannst so viel essen wie du schaffst, auch bei der Häufigkeit gibt es keinen Begrenzung. Diese Kost kannst Du individuell an Deine Bedürfnisse anpassen. Bei einer Erkrankung, bei der Du täglich Medikamente einnimmst, stimme dich auf jeden Falle mit deinem Arzt/ deiner Ärztin ab.
Wenn du schwanger bist, ist diese Art der Kost eine schlechte Idee, warte bitte ab bis Du die Stillzeit beendet hast.

Wieso Grün?

Chlorophyll ist das „Blut“ der Pflanzen. Es dient der Pflanze zur Energiegewinnung, durch die Aufnahme des Sonnenlichtes. Es ist dem Aufbau des menschlichen Hämoglobins sehr ähnlich.

Je mehr grüne „Dinge“ Du isst (vor allem grünes Blattgemüse) desto mehr Chlorophyll nimmst Du auf. Chlorophyll unterstützt die Sauerstoffaufnahme des Blutes in Deinem Körper. Zum Teil unterstützt es Giftstoffe zu neutralisieren und auszuscheiden, in dem es z.B. Schwermetalle an sich binden.

Zusätzlich erhält Dein Ausscheidungs- und Verdauungssystem eine Pause von all den Dingen uns Substanzen die Du sonst isst. Damit gibst Du deinem Körper, und Dir, die Gelegenheit zum Ausruhen und aufzutanken. Nach meiner Erfahrung nutzt dein Körper in dieser Zeit die Chance die sogenannten „Schlacken“ (Abbauprodukte) auszuscheiden. Diese Schlacke könne meist Durch Überlastung des Systems nicht ausgeschieden werden und lagern sich irgendwo im Körper z.B. Bindegewebe, Fettansammlungen, Arterien, Gelenken etc. ab.

Der Effekt dieser Kost liegt darin, dass dein Körper den PH- Wert verändert und ein basischer Zustand entstehen kann. Dies bietet Dir eine Entschlackung und Reinigung, die dich in vielen Bereichen unterstützen kann z.B. bei Verschleimung der Nase, verstopfte Poren, Entlastung des Magen - Darm – Traktes, etc.

Auch kann es sein, das in dieser Zeit Deine Gedanken mit entschlacken. Auch ungewohnte Emotionen oder Träume können auftauchen. Daher ist es immer ratsam, wenn Du dich Physisch und oder Psychisch eingeschränkt fühlst erst konstant mit dem Arzt/der Ärztin oder Heilpraktischer/inn aufnimmst und dich mit ihm/ Ihr abstimmst.

Wichtig:
In dieser Zeit lasse bitte folgendes Dinge konsequent von deinem Speiseplan verschwinden: Kaffee, Zigaretten, Alkohol, Glutenhaltige Produkte, Milchprodukte und Süßes!
Es ist sinnvoll und wichtig, das Du Dich auf diese Zeit gut vorbereitetes. Gerade, wenn Du einen großen Konsum an den obrigen Dingen hast, ist es ratsam, dass du diesen Konsum langsam reduzierst. Achtung: es kann durch das Weglassen bestimmten Zusatzstoffe zu Kopfschmerzen und Unwohlsein kommen!

Tipps und Ideen zur Durchführung

Lege die Dauer Deiner „Grünen Woche“ fest. Werde Dir klar, wann Du starten und wann Du enden möchtest. Über lege Dir ob Du den Mond zur Unterstürzung mit nutzt, dann wäre ein Start zu Vollmond ein klasse Zeitpunkt. Oft es sinnvoll das erst Mal die „Grüne Woche“ auf 5 bis 10 Tage zu beschränken.

Evtl. kannst du ein Tagebuch schreiben. Lege Dein Ziel fest, z.B. Ausprobieren, kennen lernen, 2 Kilo abnehmen, Ernährungsgewohnheiten im Nachhinein für 2 Monate ändern, meinen Körper anderes kennen lernen, etc. Wenn Du magst werde kreativ mit deinem Ziel. Jedoch wähle ein Ziel, was Du wirklich beriet bist umzusetzen.

Bereite dich auf die Grüne Diät vor.

  • Überlege Dir welche GRÜNEN Lebensmittel Du essen magst und wo Du sie kaufen möchtest! (siehe weitere unten)

    • Sorge gut dafür, dass Du immer süßes Obst, Gemüsesticks, frischen Saft oder auch Grüne Smoothies als Zwischenmahlzeit zur Hand hast.

    • Bei Problemen mit dem Blutzuckerspiegel helfen Grüne Smoothies, oder auch einen Apfel (Zimmertemperatur) kauen.

    • Plane Vorsorglich und rechtzeitig, was du während deiner Arbeitszeit essen kannst!

    • Sorge dafür, dass du ausreichend zu Essen mitnimmst.

      • zur Arbeit, zu Freunden, zum Spazieren gehen, etc.

    • Wenn Dein Hungergefühl verrückt spielt und Du den Eindruck hast, dass Du kaum satt wirst, dann sind Avocados, Hülsenfrüchte, eine Handvollnüsse oder Reis eine gute Unterstürzung.

      • Falls Du sehr schlank bist und darauf achten möchtet kein Gewicht zu verlieren, dann sind täglicher Reis und/oder Hülsenfrüchte sinnvoll.

    • Experimentiere mit den Mahlzeiten

      • Kannst du sie beibehalten wie bisher?

      • Brauchst du mehr Zwischenmahlzeiten, weil du schneller wieder hungrig wirst?

      • Ist Dein Wunsch nach Essen weniger und Du benötigst somit weniger Mahlzeiten?

    • Dein Bedarf an Mahlzeiten, kann sich innerhalb dieser Zeit auch verändern.
      Wichtig ist, dass Du die gesamte Zeit aufmerksam für deinen Körper bleibst!

      • Trinke ausreichend

        • gut ist ca. 60% Deines Bedarfes durch Wasser aufzufüllen.

          • gern warmes und stiles Wasser trinken

          • Wasser vom aufstehen bis 14 Uhr

          • während der Mahlzeit das Trinken auslassen (!!!)
            Somit keine zusätzliche Flüssigkeit zum Essen!

          • die weiteren 40% kannst durch Kräutertees, Smoothies, Suppen, saftiges Gemüse oder ähnliches auffüllen

          • geeignete Tees können sein:

            • Brennesel Tee zur unterstünde er Entgiftung

            • Fenchel Tee für einen gute wärme Haushalt

            • weitere Kräuter Tees zur Stärkung von Leber und Niere
              Du kannst auch gern in der Apotheke nachfrage

             

            • Wechselwäsche

              • Durch die innere Reinigung kann es passieren, dass sich dein Schweiß und der gesamte Körpergeruch verändert. Sorge daher für ggf. Wechselwäsche. Versuche auf Deo zu verzichten, meist verklebt es deine Poren. Wasch Dich lieber 2-3 am Tag unter den Achseln.
                Ein gutes ätherisches Öl kann auch Unterstürzung bieten.

              • Auch die Füße, der Mund oder die Darmwinde könne deutlich mehr an Geruch abgeben, als Du es sonst von Dir gewohnt bist!

Anregungen für grüne Nahrungsmittel

Es nennt sich „grüne Woche“ somit ist es gut, wenn der Anteil an grünen Lebensmittel im Vordergrund steht. Doch Du kannst auch weiße Lebensmittel verwenden, wie z.B. Spargel, Reis oder Kohlrabi.

Blattsalate, Blattgemüse: Feldsalat, Rucola (Rauke), „Wildsalate“, Eichblatt, Romania, Batavia, Kopfsalat, Eisberg, Endivien, Chicorée, Spinat, Mangold, Parochie, Algen (nicht die empfohlene tägliche Verzehrmenge überschreiten)

Sprossen und Keime: alle Sorten die frisch gekeimt sind!
Hier ein paar Ideen: Mungbohnen, Grüne Linsen, Alfaalfa, Rucola, Senf, etc.
Am besten kannst Du sie in einem Glas mit Sieb selbst keimen lassen.

Grünes Gemüse: Porree, Frühlingszwiebeln, Stangensellerie, Fenchel, Spargel (grüne und weiß), Zucchini, Artischocken, Erbsen, Grüne Bohnen, Zuckererbsenschoten, Okras, Kohlrabi, Broccoli, Chinakohl, Wirsingkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Gurken, Grüne Oliven, Avocado

Grünes Obst: Äpfel, Birnen, Kiwis, Weintrauben, Melonen (die innen grün sind), Limetten, Zitronen

Getreide: Grünkern, Buchweizen, Pistazien, Kürbiskerne, Hanfsamen

Öle: Olivenöl, Kürbiskernöl, Ghee (geklärte Butter)

Wildkräuter: Bärlauch, Brennesel, Sauerampfer, Löwenzahn,

Frische Kräuter: Petersilie, Schnittlauch, Koriander, Basilikum, Dill, Melisse, Pfefferminze, Kerbel

Alle getrockneten grünen Gewürze

Frische Wildkräuter (z.B. selbstgemachtes Pesto, ohne Käse!!!)

KEIN SALZ!

Optional: Ingwer, Zwiebel, Knoblauch, wenn mehr „Feuer“ (wärme) nötig wird

Getränke: Wasser (1- 2 Liter, ohne Kohlensäure), Kräutertee z.B. Pfefferminze, Melisse, Brennesel, Verbene (Eisenkraut), Lemongras

Grüne Säfte (am besten frisch zubereitet): Gurkensaft, Sauerkrautsaft, Salatsaft, Selleriesalat (Stangen) , Weizengrassaft etc. (für den Geschmack kann grünes Obst mit gepresst werden)

KEIN Kaffee, Schwarze Tee, Alkohol etc!

Weiteres: Spirulina, Chlorella, Weizengras, Hanfprotein, Brennsesselpulver
z.B. in Smoothies, Salatsoßen, Pürees, Suppen etc.

Roh oder gekocht?

Ich würde schauen wie Du es benötigst.
Ich brauche in dieser Zeit viel wärme. Daher esse ich viel gekochte und warme Speisen. Wenn Du besser mit Rohkost auskommst, ist das auch gut.
Exprimiere mit dir selbst und lerne Dich dadurch besser kennen.

Das Ende eine Erfahrungsreichen Zeit:

Wenn du die „Grüne Woche“ 7 Tage oder länger eingehalten hast, ist ein sogenanntes Fastenbrechen ratsam. Gehe wie folgt vor:

  • Füge langsam, über mindestens eine besser 2-3 Wochen, wieder andere Nahrungsmittel hinzu.

  • Beginne mit: andersfarbigen Obst und Gemüse

  • Danach Getreide- und stärkehaltige Produkte

  • und erst zum Ende Milchprodukte, Eier, Fleisch und Fisch, wenn Du überhaupt damit wieder starten möchtest.

Unterstürzung für die nächsten Monate:

Wenn Du es wünscht, kannst Du langsam deinen Ernährungsgewohnheiten umstellen. Spüre in Dich hinein und überlege wie es dir vor der veränderten Kost ging und wie es dir jetzt geht!

  • Was hat Dir und deinem Körper gut getan?

  • Was hat Dich unterstützt?

  • Was lässt sich einfach und ohne viel Aufwand in Deinen zukünftigen Alltag übernehmen?

Du kannst Dich in diese Zeit sehr gut mit Kundalini Yoga, Meditation und/oder Kinesiologie durch den BalanceRaum begleiten lassen.
Bei Fragen, Bitten, Anregungen oder Ideen nimm gern Kontakt mit mir auf!

Sat Nam und sonnige Grüße,
Ines - Ishwarjot Kaur - Fasch